Wir haben renoviert.

Unsere Website hatte in letzter Zeit einige Schwächen. Jetzt ist alles wieder fit, und wir können uns auf neue Inhalte konzentrieren. Da das ehrenamtlich läuft, wird es ein Weilchen dauern. Wer etwas für den öffentlichen Auftritt unseres Dorfes tun will, ist herzlich eingeladen mit Informationen, Texten oder Bildern mitzuwirken (Kontakt: Frank Levermann, Telefon 038306 623125 oder  mail@frank-levermann.de).

Das Gesundheitsdorf

Rambin.  Arztpraxen auf dem platten Land verwaisen, wenn der Doktor in den Ruhestand tritt. In Rambin ist das nicht so. Hier gibt es die Hausärztin, die Zahnärztin, Medikamente bringt der Apotheker bei Bedarf direkt ins Haus des Patienten. Das funktioniert hier schon ewig und drei Tage.

Die folgenden Links zeigen, warum das so ist. Hier finden Sie die praktische Ärztin, die Zahnärztin, die Heilpraktikerin und medizinische Fußpflegerin. 
Im historischen Doktorhaus haben Generationen von Hausärzten ihren Dienst verrichtet. Und in der Sportgruppe halten sich Senioren fit, für die Jugend gibt es den Fußballverein SV Rambin 61. Physiotherapeuten, Fachärzte und Krankenhäuser in der Nachbarschaft sind in einer guten Viertelstunde erreichbar. Und wenn es mal ganz speziell sein muss: zur Uniklinik in Greifswald  mit allen medizinischen Fakultäten brauchen Sie etwa eine halbe Stunde.
Wir finden, Rambin hat ein Prädikat verdient: das Gesundheitsdorf.

Foto: Wikimedia Commons, Gabriel Émile Édouard Nicolet.

Juwel von Rambin: Das versteckte Kloster

Angela Pfennig, promovierte Gartenbauhistorikerin aus Stralsund, setzt die Besucher bei der Führung durch die Anlagen des Klosters St. Jürgen vor Rambin in Erstaunen.
Angela Pfennig, promovierte Gartenbauhistorikerin aus Stralsund, setzt die Besucher bei der Führung durch die Anlagen des Klosters St. Jürgen vor Rambin in Erstaunen.

Hinter Bäumen und Sträuchern im Osten des Rambiner Dorfkerns versteckt sich ein Juwel: Die Klosteranlage St. Jürgen vor Rambin. Das geschichtlich mit dem Ort eng verbundene Terrain gilt heute als Geheimtipp für Touristen. Denn, was hier im Verborgenen – leider – dem langsamen Verfall überlassen ist, ist selten Ziel einer touristischen Exkursion. Das Kloster wurde mit seiner Stiftung von 1334 erstmals in historischen Werken erwähnt. Und zwar nicht als Stätte der frommen Kontemplation, sondern als Aussätzigenheim. Hier fanden Leprakranke Zuflucht und Hilfe. Später, nachdem die Krankheit einigermaßen im Zaum gehalten werden konnte, wurde St. Jürgen in eine Wohnstätte umgewandelt. Arme und Schwache konnten hier ein lebenslanges Wohnrecht erhalten. So gesehen, ein frühes Sozialprogramm.

Kunstvolle Deckenmalereien in der Kapelle mit einer Weisheit, die sich heutzutage manche Politiker hinter die Ohren schreiben müssten.
Kunstvolle Deckenmalereien in der Kapelle mit einer Weisheit, die sich heutzutage manche Politiker hinter die Ohren schreiben müssten.

An einem Sonnabend Anfang April ist der Weg über das Klostergelände eine Zeitreise in frühere Jahrhunderte der Insel Rügen. 70 Interessenten sind gekommen, um mit Angela Pfennig, eine promovierte Gartenbauhistorikerin aus Stralsund, durch die alte Klosteranlage zu wandeln. Ihr gelingt es, die historische Gestalt der Obstgärten, Parkflächen und alten Gemäuer lebendig zu machen: „Bis auf geringfügige Veränderungen ist die Anlage heute noch so, wie sie früher einmal war“. Im Laufe der Jahrhunderte jedoch habe Gartenbaukunst und Landschaftsgestaltung an dieser Stelle ihre Bedeutung verloren. Nur noch wenige Schollen werden jetzt liebevoll bearbeitete, ansonsten ist alles verwildert. Und der Verfall der Gebäude bleibt den Besuchern auch nicht verborgen. Eine seltene Gelegenheit bot Angela Pfennig den Teilnehmern: Die Innenbesichtigung der Klosterkapelle. Sonst bleiben die Pforten für Besucher geschlossen.

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Rambins Klostergärten

Rambin, 9. April 2016. Die Stralsunder Gartenhistorikerin Dr. Angelika Pfennig führte interessierte Besucher durch die Klostergärten von Rambin. 

Relief des Heiligen Georg am Giebel des "Langhauses". Foto: fl
Relief des Heiligen Georg am Giebel des „Langhauses“. Foto: fl

Das unter Denkmalschutz stehende Kloster St. Jürgen vor Rambin führt seit Jahren ein Schattendasein auf dem Gelände zwischen der Hauptstraße (alte B 96) und dem Sportplatz. Dabei ist dies eine historische Besonderheit unseres Ortes. Das Kloster wurde 1334 von dem Stralsunder Ratsherrn Godecke von Wickede als Hospital für Leprakranke gestiftet. Später, nachdem die Zahl von Lepraerkrankungen zurückgegangen war, wurde das Areal überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Am heutigen „Langhaus” befindet sich an der südlich gelegenen Giebelfront ein noch gut erhaltenes Relief mit der Darstellung des Heiligen Georg.

1840, anlässlich des 500. Jahrestags der Schenkung des Klosters, entstand das "Jubiläumshaus" mit dem davor liegenden Schmuckplatz. Foto: fl
1840, anlässlich des 500. Jahrestags der Schenkung des Klosters, entstand das „Jubiläumshaus“ mit dem davor liegenden Schmuckplatz. Foto: fl

Es entstand 1829 mit dem Neubau des „Langhauses” in der Werkstatt des Stralsunder Bildhauers Christoph Nathanael Frees. Die ursprüngliche Nutzung der Park- und Gartenanlagen ist auch heute noch auf dem Gelände zu erkennen: Die Gliederung in Nutzgärten und Obstwiesen zur Selbstversorgung der Bewohner, Parkanlage und Schmuckplatz. Wohngebäude und Gartenanlagen werden heute nur noch zum Teil genutzt und sind, wie auch die Kapelle, vom Verfall bedroht. Eigentümerin ist die Hansestadt Stralsund. Sie versucht schon seit Jahren einen Investor zu gewinnen.

Rambin – Gemeinde mit Charakter

2012_09_24_Kubitzer Bodden_07_b_wp_RambinMit Rügen verbinden die meisten Strandurlaub in erlebnisreichen Seebädern oder Sehenswürdigkeiten wie die berühmten Kreidefelsen. Halt die bekannten Touristenziele. Es gibt auch viele Orte auf der Insel, die für Ruhe und freie Landschaft stehen. Am Kubitzer Bodden geht es beschaulich zu. Der Blick reicht bis zum Horizont, keine Infrastruktur verstellt den Blick. Rambin ist so ein Flecken. Rügens milder Westen. [Ganze Seite lesen …]

Angler feiern Fünfzigstes

2010_06_20_Rambin Kubitzer Bodden_03_wp_RambinRambin, 21. Juni 2015. An diesem Tag feierte der Anglerverein Rambin sein fünfzigjähriges Bestehen. Der Anlass zeigt auch ein Stückchen DDR-Geschichte und den Wandel durch die deutsche Wiedervereinigung. Früher feierten die Angler in Rambin ein Strandfest. Jetzt ist es im Sommer das Hafenfest. Logisch, anfangs gab es in Rambin am Kubitzer Bodden noch gar keinen Anglerhafen. Der entstand zur DDR-Zeit in kleinen Schritten und mit viel Improvisationstalent… [Ganze Seite lesen …]

Selbstbestimmtes Dorf

2011_05_21_Rambin Luftaufnahme - Quelle Wikimedia Commons | Klugschnacker 21 May 2011_wp_RambinDie nahegelegene Hansestadt Stralsund zählt 57.525 Einwohner, von der Fläche her kaum größer als Rambin. Die kleine Gemeinde (Foto: Wikimedia Commons, Klugschnacker) im milden Westen von Rügen hat eine beschauliche Dorfmitte und zehn weitere Ortsteile mit Standortvorteilen für Urlauber und Menschen, die hier wohnen. 953 Einwohner hat die Gemeinde, 31,43 Quadratkilometer groß ist die Fläche (27 davon landwirtschaftlich genutzt). [Ganze Seite lesen…]

20 Jahre Heimatmuseum

2015_04_24_Festveranstaltung Förderverein Museum_18_Rübenschneider_wp_RambinRambin, 24. April 2015. Die Spreu vom Weizen trennen – früher war das keine Redensart, sondern Schwerstarbeit in der Landwirtschaft. Mit welchem Gerät Bauern auf Rügen bis in die 1930er-Jahre arbeiteten, lässt sich am besten im Heimatmuseum Rambin aufspüren. Hier, ganz in der Nähe des Bahnhofs, ist alles unter Dach und Fach versammelt. Seele und Motor ist der Förderverein –der ist gerade 20 Jahre alt geworden. [Ganze Seite lesen…]